Microcontroller
… oder: Wenn kleine Chips große Freude machen
Meine ersten Schritte in der Welt der Microcontroller begannen – wie bei vielen – mit einem unschuldigen kleinen Arduino. Damals dachte ich noch: „Ein paar LEDs zum Leuchten bringen, das kann ja nicht so schwer sein.“ Tja… und schon war’s passiert. Eine neue Leidenschaft war geboren – und die LED leuchtete. Manchmal sogar in der richtigen Farbe.
Kurz darauf zog der erste Raspberry Pi bei mir ein – die allererste Version natürlich, mit dem Stolz eines Bastlers, der glaubt, damit nun die Welt (oder wenigstens seine Wohnung) automatisieren zu können. Ich experimentierte mit Temperatursensoren, Tastern, und irgendwann schaffte ich es sogar, Daten auf einem LCD-Display anzuzeigen. Ein kleiner Text auf einem kleinen Display – und trotzdem fühlte es sich an wie Magie.
Besonders beeindruckend fand ich von Anfang an die Tatsache, dass diese kleinen Dinger einfach so laufen konnten – ohne PC, ohne großes Drumherum. Einfach Strom dran, und los geht’s. Das war der Moment, in dem ich wusste: Das wird kein kurzes Abenteuer.
Dann kam die große Liebe: NEOPixel-LEDs.
Diese winzigen, bunt leuchtenden Biester haben mich komplett in ihren Bann gezogen. Wenn man einmal gesehen hat, wie hunderte LEDs in allen Farben gleichzeitig blinken, pulsieren und tanzen, versteht man, warum man plötzlich Nächte damit verbringt, „nur mal kurz den Farbverlauf zu optimieren“.
Doch der wahre Wendepunkt kam mit dem ESP8266.
Ein Microcontroller mit WLAN-Anschluss – das war damals fast Science-Fiction!
Plötzlich konnte man per Handy oder PC Daten abrufen, senden und irgendetwas schalten oder regeln. Ich war völlig fasziniert – und bin es ehrlich gesagt bis heute.
Seitdem kennt meine Begeisterung kaum noch Grenzen.
Ob Temperaturwerte, die in eine Datenbank fließen, die Steuerung der Garteneisenbahn, oder das Tuning einer Magnetic-Loop-Antenne – mit Microcontrollern ist (fast) alles möglich. Die einzige Grenze ist, wie immer, die eigene Fantasie… und manchmal die Stromversorgung.